SINNBLICKE

Ein Newsletter des Andechser Kreis für Unternehmertum mit Sinn

Ausgabe 5


Liebe Mitglieder und Freunde des Andechser Kreises,

wir starten ins neue Jahr mit der ersten Ausgabe unseres Newsletters 2026 – diesmal kürzer, dafür öfter, ganz nach Ihrem Feedback, damit Sie regelmäßig Impulse und Einblicke aus dem Kreis erhalten.

Den Auftakt machen zwei besonders inspirierende Beiträge, die zeigen, wie Orientierung und Werte Unternehmen prägen: Dr. Christopher Gohl widmet sich dem Leitthema Hoffnung und beleuchtet, welche Chancen und Perspektiven sich selbst in unruhigen Zeiten eröffnen. Im Gespräch mit Franz Obermayer erfahren wir, was sinnorientierte Unternehmensführung für ihn bedeutet und wie Werte im täglichen Handeln lebendig werden.

Unsere Lunch & Learn Sessions setzen diesen Dialog praxisnah fort. Die ersten Ausgaben mit Uwe Gerstenberg und Daniela Philipp stießen auf große Resonanz – wer eine Session verpasst hat, kann die Aufzeichnungen auf unserer Website nachträglich ansehen.

Auch 2026 möchten wir Sie mit aktuellen Themen, inspirierenden Perspektiven und praxisnahen Impulsen begleiten, die zum Nachdenken anregen und den Austausch im Kreis vertiefen.

Mit besten Grüßen
Ihr Norbert Herrmann und Agostino Cisco
Vorstände des Andechser Kreises

Das erwartet Sie in dieser Ausgabe:


Hoffnung als unternehmerische Aufgabe

Von Dr. Christopher Gohl, Mitglied im Beirat des Andechser Kreises

„Quellen der Hoffnung“ – so hieß das Jahresthema 2023 des Weltethos-Instituts. Was ich in Konferenzen und Vorlesungen dazu gelernt habe, fasse ich hier für interessierte Mitglieder des Andechser Kreis zusammen.

Hoffnung bewegt uns

Eine Beobachtung: Wenn uns die Verzweiflung erfasst, dann macht sie uns klein. Sie hält uns gefangen, lähmt unsere Glieder, verengt unseren Blick. Wir ziehen uns zusammen, ducken uns, werden eng. Wer verzweifelt, friert mitten im Fluss des Lebens ein. Aber die Hoffnung bewirkt das Gegenteil. Wenn sie aufkeimt, macht sie uns größer. Sie öffnet, aktiviert, befreit und ermächtigt uns. Wer hofft, richtet sich auf, streckt sich aus, greift nach vorne. Hoffnung bewegt: sie ist ein Strom, der uns über uns selbst hinausträgt in eine größere Welt hinein. Dass uns Verzweiflung und Hoffnung körperlich erfassen, verdient Beachtung: Hoffnung ist nicht nur ein Gedanke, den wir uns vorstellen, oder ein Gefühl, das uns widerfährt. Sondern Hoffnung ist eine Haltung, die uns einnimmt und die wir auch selbst einnehmen können. Wer hofft, beträgt sich aufrechter, offener, beweglicher als Menschen, die verzweifeln. Ihre Körperlichkeit zeigt uns, dass Hoffnung nicht einfach ein Fantasieflug der Gedanken ist, sondern eine körperliche Verfassung.

Mehr als sonniger Optimismus: Wer hofft, wartet nicht. Und wer nur wartet, hofft nicht.

Hoffnung ist deshalb mehr als jene sonnige Stimmung des Gemüts, die wir Optimismus nennen. Darauf hat Großbritanniens ehemaliger Oberrabbiner Lord Jonathan Sacks in seinem wunderbaren Buch The Politics of Hope hingewiesen: Der Optimist erwartet ohne weiteres Zutun von der Zukunft eine gute Bescherung. Er rechnet damit, dass die Dinge sich schon irgendwie zum Guten wenden werden – von selbst, durch glückliche Fügung oder durch den überraschenden Lauf der Geschichte. Wo diese Erwartung enttäuscht wird, droht nicht nur Verzweiflung, sondern auch die Furcht – und Furcht, so Sacks, kann mobilisieren, aber sie baut nichts auf.

Hoffnung wirkt anders. Sie setzt der unsicheren und manchmal bedrohlichen Zukunft ein Dennoch entgegen. Das Dennoch drängt zum Handeln. Wer hofft, wartet nicht einfach. Sondern wer hofft, greift vor und holt das, was besser werden könnte, schon jetzt als Erfahrung, Motivation und Orientierung eigenen Handelns in die Gegenwart. Ja: Optimismus kann eine hilfreiche Grunddisposition sein, weil sie mit der Möglichkeit des Guten rechnet und sogar Energie für Engagement freisetzt. Aber erst die reife Hoffnung verbindet die Grundenergie des Optimismus mit drei weiteren Elementen, die zusammenspielen müssen:

Hoffnung ist der Sinn für die Möglichkeit des Guten

Der Religionsphilosoph Ingolf Dalferth hat eine Formel geprägt, die den Möglichkeitssinn als wichtige Quelle der Hoffnung auf den Punkt bringt: „Hoffnung ist unser Sinn für die Möglichkeit des Guten.“ Was meint er damit?

Hoffnung funktioniert in einer Vorwärtsspirale

Wie funktioniert Hoffnung eigentlich? Was passiert, wenn Menschen in Hoffnung leben und handeln? Eine Beobachtung: Hoffnung ermutigt uns, in positiv bewertete Kreisläufe des Handelns einzutreten und diese Kreisläufe auf- und auszubauen. So setzt sie produktive Rückkopplungen in Gang. Das klingt abstrakt, meint aber etwas sehr Konkretes:

Der Kreis schließt sich auf einem höheren Niveau und dreht sich als Spirale weiter. Wo uns die Hoffnung nach vorne trägt, wo sie durch uns hindurchströmt, ausrichtet und uns Tatkraft gibt, da vermögen wir die Bilder einer wertgeschätzten Zukunft in der Gegenwart zu verwirklichen. Nicht auf einen Schlag, nicht vollständig, aber schrittweise, tastend, lernend. Jeder Schritt, der gelingt, nährt die Hoffnung für den nächsten.

Das Gegenteil – die Verzweiflung – zeigt dieselbe Kreisstruktur, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Wer verzweifelt, zieht sich aus dem Engagement zurück.

So entsteht ein Teufelskreis, der Handlungsfähigkeit zunehmend lähmt und zerstört. Hoffnung eröffnet die Chance, Vorwärtsspiralen der Hoffnung zu pflegen. Diese Einsicht hat praktische Konsequenzen. Wenn Hoffnung wesentlich mit positiven Rückkopplungsschleifen zu tun hat, dann können wir Hoffnung kultivieren, organisieren und institutionalisieren, indem wir solche Schleifen bewusst aufbauen und pflegen. Wir können Beispiele geben und Strukturen schaffen, die hoffnungsvolles Handeln wahrscheinlicher und ihre Früchte sichtbar und erfahrbar machen. Wir können Gemeinschaften bilden, die einander im Hoffen bestärken und gemeinsam Kreisläufe des Gelingens in Gang setzen.

Hoffnung ist eine Tugend, die wir selbst kultivieren können

Theologische Traditionen haben die Hoffnung seit langem als Tugend verstanden – als eine persönliche Exzellenz, die wir entwickeln und einüben können. Diese Sichtweise verdient Wiederentdeckung.

Mit der Hoffnung verhält es sich ebenso. Wer hoffnungsvoll werden will, muss Hoffnung praktisch einüben: planen trotz Unsicherheit, investieren trotz Risiko, beginnen trotz ungewissen Ausgangs. Jede solche Handlung trainiert die Hoffnungsfähigkeit und macht sie stärker, geschmeidiger und belastbarer.

Resilienz ist die Hartnäckigkeit der Hoffnung

Weil sie sich auf Ungewisses richtet, wird Hoffnung immer wieder enttäuscht werden. Aber Hoffnung ist eine lernfähige Haltung, die Enttäuschung verträgt. Resilienz ist dann die kreative Gewohnheit, die Hoffnung auch nach Enttäuschungen nicht zu verlieren oder sogar wieder zu gewinnen. Wer Hoffnung als Tugend praktiziert, rechnet mit Rückschlägen und hat gelernt, sie zu verarbeiten, ohne in Verzweiflung zu fallen. So kann man Hoffnungen fahren lassen, die sich als Illusionen erweisen, und neue Hoffnungen fassen, die den veränderten Umständen besser entsprechen.

Aber die Tugend der Hoffnung entwickeln wir nicht allein. Wir brauchen Gemeinschaften, die uns im Hoffen bestärken – Menschen, die uns an Möglichkeiten erinnern, wenn wir sie vergessen; die uns Geschichten eingetretener Hoffnungen erzählen, wenn wir mutlos werden; die mit uns gemeinsam an besseren Zukünften arbeiten und so unsere Resilienz nähren.

Hoffnung gedeiht besser in gemeinschaftlicher Praxis

Hoffnung ist nicht nur persönliche Kompetenz, sondern zugleich soziale Praxis. Sie entsteht zwischen Menschen, wird durch Beziehungen getragen und in Institutionen verkörpert. Religiöse Traditionen haben dies immer gewusst. Das Judentum etwa lebt aus Hoffnungsgeschichten, die zum praktischen Mitmachen und Sinnstiften einladen. Die zentralen Erzählungen – vom Auszug aus Ägypten, von der Rückkehr aus dem Exil oder vom kommenden Frieden – sind nicht bloß Berichte über Vergangenes. Sie sind Muster, die gegenwärtiges Handeln formen und auf künftiges Gelingen ausrichten. Das jüdische Ethos der Hoffnung wird erfahrbar als gemeinschaftliche Wertepraxis: eine zerbrochene Welt zu heilen und in Partnerschaft mit dem Ewigen die Schöpfung zu vollenden.

Aber auch jenseits religiöser Kontexte gilt: Hoffnung funktioniert in einem gemeinschaftlichen sinnhaften Handeln, das in der Gegenwart eine wünschenswerte Zukunft erfahrbar und wahrscheinlich macht. Sie wird vermittelt durch Handlungsgewohnheiten, durch Sitten, Verfahren und Rituale, die uns die gestaltende Teilnahme an Mitwelt, Umwelt und Nachwelt ermöglichen. So erscheint Hoffnung sowohl als Produkt als auch als Quelle bestimmter Formen des Zusammenlebens. Praktiken wie demokratische Beteiligung, faire Kooperation oder verlässliche Institutionen ermöglichen Vertrauen auf die Zukunft. Sie schaffen Bedingungen, unter denen individuelles Hoffen gedeihen und kollektive Wirkung entfalten kann. Umgekehrt erzeugen Menschen, die in Hoffnung handeln, ihrerseits solche Praktiken: Sie bauen Gewohnheiten auf, die weiteres hoffnungsvolles Handeln ermöglichen.

Hoffnung ist eine unternehmerische Aufgabe

Was bedeutet nun all dies für Unternehmen und ihre Führung? Diese Frage stellt sich der Andechser Kreis mit seinem Jahresthema 2026 „Hoffnung als unternehmerische Aufgabe“. Ich meine: Unternehmen sind Hoffnungsgemeinschaften. Sie bringen Menschen zusammen, die gemeinsam an einer besseren Zukunft arbeiten – durch bessere Produkte, bessere Dienstleistungen und bessere Lösungen für menschliche Probleme und Bedürfnisse. Jedes Unternehmen, das mehr sein will als eine bloße Geldmaschine, lebt aus der Hoffnung, einen echten Mehrwert für andere zu schaffen.

Die Aufgabe der Unternehmensführung ist es dann, produktive Rückkopplungsschleifen aufzubauen und zu pflegen, in denen Hoffnung gedeihen kann. Das bedeutet:

Eine so verstandene Unternehmensführung ist selbst un Akt der Hoffnung. Sie vertraut darauf, dass wirtschaftliches Handeln mehr sein kann als Nullsummenspiel. Und dass Gewinn und Sinn, Erfolg und Verantwortung, Gegenwart und Zukunft sich nicht ausschließen müssen. Sie kann sogar auf Formen des Wirtschaftens hoffen, die mehr Ressourcen schaffen als sie verbrauchen – materielle wie immaterielle, ökonomische wie soziale und ökologische. Auch das wäre ein Beitrag zur Resilienz.

Hoffnung ist Unternehmertum in schwierigen Zeiten: Eine Einladung, selbst wirksam zu werden

„Hoffnung als unternehmerische Aufgabe“ ist eine Einladung zur Hoffnung in schwieriger Zeit. Ob Klimawandel, Artensterben, geopolitische Systemkonkurrenz, technologische Umbrüche oder gesellschaftliche Polarisierung: die Herausforderungen sind groß, und die Versuchung zur Verzweiflung liegt nahe. Gerade deshalb brauchen wir ein vertieftes Verständnis dessen, was Hoffnung ist und wie sie funktioniert – eben nicht als Gefühlssache, die uns widerfährt oder ausbleibt, sondern als Praxis, die wir individuell und gemeinschaftlich einüben können. Die Hoffnung, die wir heute brauchen, muss zugleich realistisch genug sein, um die Herausforderungen in vollem Umfang anzuerkennen; neugierig genug, um neue Möglichkeiten zu erspüren; praktisch genug, um in konkretes Handeln zu münden; gemeinschaftlich genug, um Menschen zu verbinden und kollektive Kraft zu entfalten; und belastbar genug, um Rückschläge zu überstehen und sich nach Enttäuschungen zu erneuern.

Das Projekt einer sinnorientierten Unternehmensführung, wie es der Andechser Kreis verfolgt, lädt mit dem Thema Hoffnung dazu ein, eine bessere Zukunft heute schon zu vergegenwärtigen und zu verwirklichen. Es ist damit selbst ein Stück Unternehmertum für die Sache der Hoffnung – eine unternehmerische Einzahlung auf die Vorwärtsspirale der Hoffnung. Und sicher nicht die letzte dieses Jahr – dazu möchte ich mit diesen Überlegungen gerne beitragen. Machen wir das Jahr 2026 besser, als es angefangen hat!


„Wer entflammen will, muss brennen“

Interview mit Franz Obermayer, Unternehmer für Informationssicherheit und Mitglied im Andechser Kreis

Andechser Kreis (AK): Was bedeutet für Sie persönlich sinnorientierte Führung und wie prägt sie Ihren Alltag als Unternehmer?

Franz Obermayer: Sinnorientierte Führung bedeutet für mich, dass ein Unternehmen nicht allein wirtschaftlichen Erfolg als Selbstzweck verfolgt, sondern eine klare Haltung zeigt. Wirtschaftlicher Erfolg sollte immer mit Verantwortung und einer werteorientierten, menschlichen Haltung erreicht werden. Als gelernter und noch immer praktizierender Landwirt bin ich überzeugt, dass man hier viel von der Natur lernen kann und auch muss. Gerade in unsicheren Zeiten ist eine innere Stabilität in der Führung enorm wichtig, da sie Mitarbeitenden und Partnern die notwendige Zuversicht gibt.

AK: Können Sie ein konkretes Beispiel nennen, bei dem sinnorientierte Führung in Ihrem Unternehmen zu spürbarem Engagement oder messbarem Erfolg geführt hat?

FO: Wir haben schon früh begonnen, unser Unternehmen auf Klimaneutralität auszurichten. Dabei wollten wir nicht nur kompensieren, sondern aktiv durch Humusaufbau in der Landwirtschaft ausgleichen. Auch unser Verein fox-helps e.V., mit dem wir sehr große Erfolge erzielen konnten, spendet 100% seiner Einnahmen. So konnten wir Projekte in Frauenhäusern sowie im Libanon, Tansania, Syrien und weiteren Regionen umsetzen. Der Verein entstand aus meiner festen Überzeugung, dass man, wenn man auf der Sonnenseite steht, etwas zurückgeben muss.

Diese beiden Initiativen haben wir aus Überzeugung gestartet und konsequent weiterentwickelt. Natürlich hatte das später auch Einfluss auf unser ESG-Rating. Dies führte dazu, dass wir bei zwei DAX-Unternehmen als Premiumlieferant eingestuft wurden – mit direkten Auswirkungen auf unsere erzielbaren Preise.

AK: Welche Stolpersteine begegnen Ihnen bei der Umsetzung und wie gehen Sie damit um?

FO: Gerade in Wachstumszeiten gibt es immer wieder Herausforderungen. Nicht alle Mitarbeitenden teilen automatisch denselben Sinn im Unternehmen – für manche stehen Karriere oder Selbstverwirklichung im Vordergrund. Auch in Kundensituationen werden Dinge um die sinnhafte Unternehmensführung manchmal nicht als zeitgemäß – gerade in IT-Unternehmen – empfunden.

Hier hilft nur eine Unternehmenskultur, die gewachsen ist und weiter wächst. Sinn entsteht nicht durch ein Leitbild, sondern durch konsistentes Verhalten über Jahre. Ich versuche, die Kommunikation gerade in Wachstumsphasen persönlich zu halten. Der größte Stolperstein ist nicht der Markt, sondern Inkonsistenz. Nur durch konsequentes Handeln im Alltag lassen sich diese Hindernisse überwinden. Ebenso wichtig ist Ehrlichkeit, auch wenn sie unbequem ist – sie ist entscheidend, um Unternehmensführung mit Sinn erfolgreich zu gestalten.

AK: Welche Ziele haben Sie sich gesetzt, um Sinnorientierung langfristig in Ihrem Unternehmen und im Rahmen des Andechser Kreises zu verankern?

FO: Ich möchte, dass der Andechser Kreis weiterhin ein Resonanz- und Reflektionsraum für mich und unser Unternehmen bleibt. Wir befinden uns derzeit in der Phase, in der die nächste Generation ins Unternehmen wächst und diese ebenfalls die Vorzüge des Kreises nutzen wird. Im Andechser Kreis möchte ich nach dem Motto „Wer entflammen will, muss brennen“ eine Akademie ins Leben rufen, die ein Stück dazu beitragen kann, die Werte der sinnhaften Unternehmensführung weiterzugeben. Damit möchte ich anderen Unternehmern und Führungskräften Mut machen, diese Werte im Sinne eines zukunftsorientierten Unternehmens erfolgreich umzusetzen. Auf diese Herausforderung blicke ich mit Zuversicht, da ich von äußerst kompetenten Mitstreitern umgeben bin.

Über Franz Obermayer

Franz Obermayer verbindet Unternehmertum mit gelebter Nachhaltigkeit. Der gelernte Land- und Forstwirt leitet mit der FOXGroup ein seit rund 30 Jahren erfolgreiches IT-Unternehmen, das heute klimaneutral aufgestellt ist, und bewirtschaftet zugleich seinen Hof in regenerativer, pflugloser Landwirtschaft.

Für ihn gehören wirtschaftliche Verantwortung, Informationssicherheit und der achtsame Umgang mit natürlichen Ressourcen untrennbar zusammen. Die Arbeit am Hof erdet ihn und prägt auch seine Unternehmensführung nach dem Grundsatz: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Dieses Verständnis gibt er in Vorträgen weiter und engagiert sich mit dem Verein fox-helps.de auch gesellschaftlich, um Verantwortung über das eigene Unternehmen hinaus zu übernehmen.


Sinnvolle Buch- und Medientipps

Erwarte nichts, erhoffe alles. Gedanken eines Hobby-Mönchs

Prof. Dr. Jürgen Sammet, Vier-Türme-Verlag

Auf der Suche nach einem erfüllten und gelingenden Leben kann christliche Spiritualität nach wie vor bedeutende Hilfe leisten. Wie für die meisten gebildeten Mitteleuropäer war auch für Jürgen Sammet der christliche Glaube aus der Mode gekommen, bis er in der Begegnung mit der benediktinischen Tradition die Aktualität des Weges der Sinnsuche wiederentdeckte. Auf leichte und zugleich tiefsinnige Weise verbindet Sammet als Wissenschaftler und „Hobbymönch“ Modernität und Spiritualität.

Prof. Jürgen Sammet wird die Lernexkursion des Andechser Kreis nach Padua zur Scrovegni-Kapelle begleiten und dabei den Zusammenhang von unternehmerischen Entscheidungen mit ethischen Lebensfragen zu ergründen helfen.